Waschen unterwegs

In ein paar Beiträgen haben wir immer mal wieder durchklingen lassen, dass wir keine wirklichen Freunde von Campingplätzen sind. So nutzen wir beispielsweise immer unser eigenes Bad, die Toilette oder die Küche um den Abwasch zu erledigen. Da ticken wir etwas anders, denn viele wollen die Einrichtung im Reisemobil möglichst nur im Notfall nutzen.

Auf kürzeren Strecken klappt das so ganz gut, sobald die Reise aber länger als eine Woche dauert, wird es schnell eng. Man nimmt doch immer relativ viele Sachen mit und die Schränke platzen aus allen Nähten. Genau so ist es uns auf unserer ersten wirklichen langen Reise im Cali letzten Herbst ergangen, denn irgendwann sind die Klamotten alle dreckig und man muss einen Waschsalon oder Campingplatz ansteuern. Das hat uns mega genervt, dazu kommt der Umstand, dass es in Norwegen und Schweden einfach keine Waschsalons gibt und die Skandinavier alle eine Waschmaschine zu besitzen scheinen😅. Ein Campingplatz alleine ist natürlich nichts schlechtes und bietet viele Annehmlichkeiten. Aber es gibt gefühlt nichts schlimmes, als auf einem Campingplatz erst einmal zwei Stunden warten zu müssen, weil noch drei Leute vor dir waschen. Bist du dann endlich an der Reihe und hast eine Maschine angemacht und kommst auch nur zehn Sekunden nach Programmende, so hat schon jemand deine Wäsche angepackt und auf die Maschine oder in einen Korb gelegt. Wir wollen nicht, dass jemand unser Zeug anfasst oder irgendwo hinlegt, bei der Vorstellung 🤢. Noch dazu kommt, wie die Maschinen zum Teil aussehen, da ist man sich nicht sicher ob die Wäsche hinterher eventuell dreckiger ist.

Aus Spaß kam bei uns die Frage auf, ob es nicht eine Waschmaschine fürs Wohnmobil gibt!? Und na klar, wir sind in den Niederlanden, wo auch sonst, fündig geworden. Der Hersteller Mestic bietet eine ganze Reihe von Campingzubehör an, unter anderem Waschmaschinen. Feuer und Flamme sind wir ins Auto gesprungen und zum “Camper IKEA” Obelink gefahren. Dort haben wir uns für das Modell Mestic MW-120 entschieden. Ja, aber warum genau das Modell, fragen sich einige von euch. Wir wollten unbedingt eine Maschine, welche auch schleudern kann. Mestic hat zwei Modelle im Programm, die MW – 100 welche nicht schleudern kann und die MW – 120 die genau die gewünschte Funktion liefert.

Die MW – 120 im Detail

Über die Funktion und die Verarbeitung der MW – 100 können wir nichts sagen, da wir nur die MW – 120 getestet und schließlich auch behalten haben.

Zunächst mal ein paar Fakten über die MW – 120 :

  • 3,5 kg Kapazität in der Waschtrommel
  • 1,5 kg Kapazität in der Trockentrommel
  • 2 Waschprogramme (Normal & Schon)
  • Timer bis zu 15 Minuten für die Waschtrommel
  • Timer bis zu 5 Minuten für die Trockentrommel
  • Spannung 230 Volt
  • Leistung 250 W, wenn gleichzeitig gewaschen und geschleudert wird, sonst ca. 120 Watt pro Trommel
  • Gewicht 10,5 kg

Das zu den technischen Fakten, einige von euch fühlen sich jetzt bestimmt so 😱. Jap richtig gelesen und wenig verwunderlich die MW – 120 funktioniert nur mit einem 230 Volt Anschluss, mit 12 Volt würde sich das ganze etwas schwierig gestalten. Ihr benötigt also entweder Landstrom oder eine Powerbank, zum Beispiel einen Jackery, oder einen Spannungswandler.

Jackery Explorer 500
Jackery Explorer 500

Dass natürlich Wasser im Tank sein muss, brauchen wir an dieser Stelle nicht erwähnen oder? 😆

Waschvorgang

Der Ablauf des Waschvorgangs ist relativ simple. Das gewünschte Programm wird über die Drehregler auf der Oberseite eingestellt.

Anschließend gebt ihr Waschmittel in die Waschtrommel und legt die Wäsche hinein. Jetzt fehlt noch Wasser, davon braucht ihr eine Menge! Nehmen wir an, ihr wollt die maximale Menge von 3,5 Kilo waschen, so werdet ihr circa 20 Liter Wasser einfüllen müssen.

Wasserbefüllung über die Außendusche
Wasserbefüllung über die Außendusche

Auf der Innenseite der MW – 120 befinden sich drei Striche, diese dienen als Indikator, ob genügend Wasser eingefüllt ist. Hier könnt ihr euch merken, dass die Kleidungsstücke vollständig von Wasser bedeckt sein müssen. Ist das nicht der Fall, kann die Maschine die Wäsche nicht richtig drehen und euere Klamotten werden nicht sauber. Ihr müsst euch entscheiden, ob ihr kalt waschen wollt oder wie eigentlich üblich mit warmem Wasser. Wir stellen unsere Truma immer auf 60 Grad und füllen damit den Wasserbehälter der Waschmaschine, da der Cali nur 10 Liter Warmwasser hat und wir 20 Liter einfüllen, ergibt sich daraus eine gute Temperatur – Mischung 😊. Dann kann es mit dem Waschen endlich losgehen, sobald ihr den Timer auf die gewünschte Zeit eingestellt habt, beginnt das Waschprogramm. Mestic empfiehlt bei starker Verschmutzung 12-15 Minuten. Whatever, wir stellen immer 15 Minuten ein, denn zu sauber gibt es nicht 😅.

Sobald der Waschvorgang abgeschlossen ist müsst ihr die Wäsche aus der Waschtrommel in die Schleudertrommel umräumen. Achtet hier auf das Gewicht, denn die Waschtrommel fasst 2 kg mehr als die Schleudertrommel aufnehmen kann. Für das Schleuderprogramm empfiehlt es sich ebenfalls die maximale Zeit von fünf Minuten zu wählen.


Ist die Wäsche komplett gewaschen und geschleudert, fängt der Spaß nochmal von vorne an. Denn die Kleidungsstücke müssen noch ausgespült werden, macht ja eine “normale” Waschmaschine auch. Dazu werden alle Schritte wiederholt, mit einem kleinen Unterschied. Das alte Wasser muss abgelassen werden und durch frisches ersetzt werden. Dieses mal aber natürlich ohne Waschmittel.

Waschen wir draußen, läuft das Abwasser in unseren Kanister
Waschen wir draußen, läuft das Abwasser in unseren Kanister

Wenn wir draußen Waschen, dann nutzen wir einen Kanister für das Abwasser. Lässt es das Wetter nicht zu, steht die Waschmaschine vor dem Badezimmer und der Abwasserschlauch liegt in der Duschwanne.

Niemand hat gesagt, dass es schnell geht oder einfach ist 🤣.

Fazit

Wie immer im Leben muss es jeder für sich entscheiden, ob er Zeit und vor allem Lust dazu hat, seine Wäsche unterwegs so oder überhaupt zu waschen. Für uns hat sich das als ideale Lösung herausgestellt. Mit einem Preis von 150 Euro ist die MW – 120 nicht unbedingt ein Schnäppchen, wir haben aber die Campingplatz- und Waschkosten dagegen gerechnet. Kostet der Campingplatz 20 Euro pro Nacht – wenn man einen günstigen erwischt – hat man die Waschmaschine schon nach 5 Übernachtungen wieder drin. Dazu kommen natürlich auch noch Kosten für Coins oder ähnliches, für das Waschen an sich.

Wir gehen dabei natürlich von uns aus, wir stehen überwiegend frei und zahlen somit auch nichts für Stellplätze.

Hier gibts den Spaß

Wer nicht gerade in der Nähe von Winterswijk, also Obelink, wohnt und den besten Blog der Welt unterstützen will 🤣 🤣 🤣 🤣 🤣 🤣 der kann die MW – 120 gerne bei Camping Wagner über unseren Link bestellen.

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