Internet unterwegs

Fast so wichtig wie der Diesel für den Tank, ist für uns eine gute Internet Verbindung unterwegs. Neben unseren Handys haben wir auch unsere Notebooks unterwegs dabei, nur so können wir von überall arbeiten.


Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich unterwegs über das Notebook mit dem Internet zu verbinden. Das einfachste ist sicherlich ein Hotspot mit dem Handy zu erstellen und das Notebook über diesen zu nutzen. Dies ist aber für uns nur eine absolute Notfalllösung, denn es kostet super viel Handyakku. Klar, man kann es parallel aufladen, aber das macht das Ganze wieder unpraktisch. Ständig ein Kabel ans Handy stecken, um arbeiten zu können, würde einfach nerven. Die Geschwindigkeit ist mitunter nicht die schnellste und je nach Vertrag kann das Datenvolumen ziemlich schnell aufgebraucht sein.


Mobiler Router

Die logischste Variante ist ein mobiler Router! Genau das können wir nur empfehlen. Auch hier gibt es zwei Möglichkeiten für den Grand California. Die Erste, Volkswagen bietet ab Werk einen fest verbauten Router für unfassbare 800 Euro an, nicht nur unglaublich teuer auch unglaublich unpraktisch, denn der Router ist fest mit dem Fahrzeug verbunden und damit nur im Auto nutzbar. Genau aus den beiden Gründen haben wir den Router nicht ab Werk bestellt, sondern uns für die zweite Möglichkeit entschieden, einen mobilen Router, den wir überall mit hin nehmen können. Hier ist die Auswahl am Markt riesengroß.

Nach einiger Recherche und Erfahrungen mit Routern zu Hause haben wir uns für einen Netgear Nighthawk entschieden. Preislich orientiert sich der Netgear um die 300 Euro, sicherlich auch nicht wenig Geld, aber seinen Preis definitiv wert. Wichtig waren einige technische Anforderungen, der Router sollte per Akku genutzt werden können und den WLan Standard 5GHz (Dual-Band 802.11 ac/n/g/b/a) nutzen. Das sorgt für eine schnelle WLan Geschwindigkeit auch wenn einige Geräte mit dem Router verbunden sind. Der 4G Standard ist obligatorisch, der Netgear liefert Übertragungsgeschwindigkeiten von 1 GBit/s im Download- und 150 MBit/s im Upload. Mobile Router gibt es mit 4G und / oder 5G Standard, als normal Anwender dürfte es fast kein Anwendungsfall für eine 5G Verbindung geben, alleine schon der Preisaufschlag von 400 Euro rechtfertigt das nicht. Der Netgear Nighthawk kann mit einer externen Antenne verbunden werden, falls das Handy Signal mal zu schwach ist.


Das war jetzt schon ziemlich technisch, aber ein bisschen mussten wir darauf eingehen. Router gibt es von ganz vielen Herstellern, egal für welches Modell ihr euch am Ende entscheidet, nehmt besser nicht den fest eingebauten von Volkswagen. Alleine preislich ist das ungerechtfertigt, von den Konfigurationsmöglichkeiten möchten wir gar nicht anfangen.

Unser Cali Lan nutzen wir zum arbeiten, Bilder hochladen, bloggen und TV Streamen. Mit dem letzten Punkt haben wir uns auch noch die SAT Schüssel auf dem Dach gespart 😊. Wer einen Fernseher eingebaut hat, kann dafür beispielsweise einen Fire TV Stick nutzen und muss auf kein Programm oder keine Sendung verzichten. Mit 30 Euro ist der Fire TV Stick nicht wirklich teuer und schlägt die SAT Anlage locker, welche mit 2800 Euro zu Buche schlägt.

Sim Karte

Der Router alleine, egal ob ab Werk oder mobil, reicht natürlich nicht aus, um in den Genuss von mobilem Internet zu kommen. Es wird eine Sim Karte mit entsprechendem Vertrag / Prepaidangebot benötigt. Hier kommen die größten Kritiker des TV Streaming und sagen “ein Vertrag mit entsprechendem Datenvolumen kostet total viel”. Ja das ist korrekt! Wer das Internet zum Streamen nutzen möchte, kommt um einem unlimited Vertrag nicht drumherum. Für uns persönlich kommen hier nur zwei Anbieter in Frage, die Telekom oder Vodafone. Wie oben schon erwähnt, nutzen wir das Internet zum Arbeiten und die Netzabdeckung / zur Verfügung gestellte Geschwindigkeiten von O2 reichen hier einfach nicht aus. Auf dem Land sieht es in Deutschland ohnehin nicht wirklich gut aus und mit O2 wird es hier recht schnell zum kompletten Desaster.

Da wir zuhause einen Internetanschluss der Telekom haben, hat sich die Kombination aus Mobilfunk und Festnetz angeboten. Sowohl die Telekom, als auch Vodafone bieten dem Kunden bei Kombination spezielle Rabatte. So bezahlen wir für unseren Festnetzanschluss, 2 Handys inkl. Multisims und einer Datenkarte für unseren Cali Router 120 Euro pro Monat. Immer noch sehr viel Geld, aber die Datenkarten alleine kostet 15 Euro pro Monat, das ist wiederum top.

Die Netzabdeckung der Telekom ist ganz gut in Deutschland, leider gibt es aber immer noch weiße Flecken, insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern. Die Geschwindigkeit reicht aber in der Regel aus, um einen HD Stream wiederzugeben.

Fazit

Ein mobiler Router und ein unlimited Tarif machen den Grand California zum mobilen Büro und zur TV Streaming Basis. Spart euch den Router und die SAT Anlage ab Werk, in Summe gut 3600 Euro, dafür kann man lange einen entsprechenden Tarif buchen und arbeiten, Musik hören oder einfach Fernsehen gucken.

2 comments

  1. kgruber sagt:

    Schöne Zusammenfassung! Gilt aber für Deutschland… Wir sind fast ausschließlich im südlichen Ausland unterwegs, da gibt es manchmal andere Anforderungen. Im Gegensatz zu sebst beschafften Routern in vorherigen Fahrzeugen haben wir uns beim GC entschlossen, den von VWN angebotenen Router zu bestellen, aus drei Gründen:

    a, im südlichen Ausland gibt es fast immer zumindest 3G, meist aber 4G – viel besser ausgebaut als bei uns

    b, der LESSWIRE Router, den VWN verbaut, hat sehr gute Empfangseigenschaften. Allerdings muss man die von Lesswire geforderte zweite Antenne verbauen, dann bekommt mann teilweise 4G, während das Handy selbst keinen Empfang anzeigt

    c, mit der neuer Roaming Politik der Telekom wird Streaming nicht mehr vom Datenvolumen abgezogen, dh ziemlich unbegrenzte Nutzung. Zweite SIM Karte für den Router 5 Euro.

    Unsere Erfahrung bisher damit: surfen une eMails ohne Probleme, auch mit 2 Geräten. InternetTV, Netflix etc funktioniert eigentlich immer. Uploads und Downloads auf unseren Server zuhause passt!

    • Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar, unser Beitrag gilt für die komplette EU. Die reinen Übertragungsdaten sprechen leider gegen den Router von VWN bzw. Lesswire. Einzig die integrierte Fahrzeugortung via GPS könnte man als Alleinstellungsmerkmal aufschreiben, wobei diese mit einem Jammer sofort unsinnig ist.

      Ich kann verstehen wenn man es mag das der Router festverbaut ist, und über das Display im GC bedient werden kann. Nur rechtfertig das den Preis ? 😉

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